In Eupen, in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, ist ein Polizeieinsatz tödlich geendet. Der Vorfall ereignete sich am Sonntagabend im Bereich des Scheiblerplatzes. Nach bisherigen Angaben begann die Auseinandersetzung mit einem Streit zwischen Kindern, bevor sich Erwachsene einmischten und die Lage weiter eskalierte.

Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft waren zeitweise rund 50 Personen an der Auseinandersetzung beteiligt oder befanden sich im Umfeld des Parks. Die Polizei wurde gerufen, um die Situation zu beruhigen. Während des Einsatzes gab ein Polizeibeamter zwei Schüsse ab. Der 42-jährige Halit Altunç, Vater von vier Kindern, wurde getroffen und starb an den Folgen seiner Verletzungen.

Erzurum’da Nişan Dönüşü Acı Kaza: Üç Genç Fotoğrafçı Hayatını Kaybetti
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Die Staatsanwaltschaft teilte mit, Altunç habe während der Auseinandersetzung mit einem Messer eine Person verletzt. Die verletzte Person soll nicht in Lebensgefahr sein. Die Familie des Verstorbenen und die Anwältin seiner Ehefrau bestreiten diese Darstellung jedoch. Nach ihren Angaben sei Altunç zum Zeitpunkt der Schüsse nicht bewaffnet gewesen.

Die Familie erhebt zudem schwere Vorwürfe gegen den Ablauf des Polizeieinsatzes. Demnach soll Altunç vor den Schüssen angegriffen und verletzt worden sein. Außerdem wird behauptet, dass er nach dem ersten Schuss zu Boden gefallen sei und anschließend ein zweites Mal getroffen wurde. Diese Vorwürfe sind bislang nicht offiziell bestätigt.

Zu dem Vorfall wurden zwei Ermittlungen eingeleitet. Eine Untersuchung befasst sich mit der Auseinandersetzung im Park, eine weitere mit dem Schusswaffengebrauch durch den Polizeibeamten. Auch das Comité P, die unabhängige Kontrollinstanz der belgischen Polizei, prüft den Einsatz.

Halit Altunç soll seit vielen Jahren in Belgien gelebt und in einer Kabelfabrik gearbeitet haben. Seine Familie fordert eine vollständige und unabhängige Aufklärung des Vorfalls.