Die Polizei nahm einen 45-jährigen Tatverdächtigen fest, der nach offiziellen Angaben deutscher Staatsbürger und türkischer Herkunft ist.
Nach Angaben der Ermittlungsbehörden ereignete sich die Tat in einer Einrichtung der Jugendhilfe, in der Mütter mit ihren Kindern betreut werden. Unter den Opfern befinden sich vier Frauen und zwei Männer. Alle Getöteten waren Erwachsene und standen als Beschäftigte oder Mitarbeitende in Verbindung mit der Einrichtung.
Sorgerechtsstreit als mögliches Motiv
Nach bisherigen Erkenntnissen soll der Tatverdächtige wegen eines Sorgerechtsstreits um seine drei Monate alte Tochter die Einrichtung aufgesucht haben. Im Verlauf des Aufenthalts eröffnete er das Feuer. Wenig später wurde er von der Polizei festgenommen.
Die Staatsanwaltschaft geht derzeit davon aus, dass kein terroristischer oder politischer Hintergrund vorliegt. Vielmehr werde die Tat als familiäre Tragödie im Zusammenhang mit einem Sorgerechtskonflikt eingestuft.
Mutter und Säugling unverletzt
Nach Angaben der Polizei blieben die Mutter des Säuglings sowie das drei Monate alte Kind körperlich unverletzt. Für die Bevölkerung bestehe keine weitere Gefahr.
Identitäten der Opfer noch nicht veröffentlicht
Die Namen der sechs Todesopfer wurden bislang nicht bekannt gegeben. Die Behörden erklärten, dass die Angehörigen zunächst informiert werden müssten. Die Ermittlungen zum genauen Tathergang dauern an.